Die meisten Feldlisten im Markt beantworten nur die halbe Frage. Entscheidend ist nicht, welche Attribute in den Pass gehören, sondern aus welchem System jedes einzelne kommt, an welcher Ebene es hängt und ob es je Sprache eigens gepflegt werden muss. Genau daran bemisst sich der Aufwand.
Nicht die Zahl der Attribute macht die Arbeit, sondern ihre Multiplikation.
Ein Digitaler Produktpass wird selten daran teuer, dass jemand nicht wüsste, welche Angaben hineingehören. Er wird daran teuer, dass jede einzelne Angabe aus einem anderen System kommt, in einer anderen Feinheit vorliegt und für jeden Markt neu gepflegt werden muss. Diese Seite stellt deshalb an jedes Attribut drei Fragen, die in keiner Feldliste stehen: Woher kommt der Wert? Woran hängt er? Braucht er eine Übersetzung?
Die Struktur des Passes — die Datengruppen und was sie voneinander unterscheidet — erklärt die Seite zum Pass-Inhalt im Bereichsüberblick. Wir wiederholen sie hier nicht. Und eine allgemeine Pflichtfeldliste nennen wir nicht, weil es sie nicht gibt: Anhang III der Ökodesign-Verordnung ist eine Auswahlliste — er benennt Angaben, die ein Pass enthalten muss oder kann ESPR Anhang III. Was davon gilt, entscheidet der delegierte Rechtsakt Ihrer Produktgruppe.
Feldlisten zählen Strukturen. Gepflegt werden aber Werte — und die entstehen erst aus vier Multiplikatoren, von denen nur der erste in der Feldliste steht.
Ein Feld im Pass. Das ist die Zahl, mit der jede Planung anfängt — und die einzige, die in den Feldlisten des Marktes steht.
Größen, Gebinde, Farben. Was im Verkauf eine eigene Artikelnummer hat, braucht auch eigene Werte — selbst wenn die Rezeptur dieselbe ist.
Der Hebel, den fast jede Feldliste unterschlägt. Er wirkt nur auf die sprachabhängigen Felder — dort aber sofort mit der Zahl Ihrer Märkte.
Rezeptur geändert, Norm aktualisiert, Tippfehler korrigiert. Jeder Stand muss nachvollziehbar bleiben — der Pass ist kein Dokument, das man überschreibt.
So oft steckt die Feldzahl, mit der die Planung begonnen hat, im tatsächlichen Pflegeumfang. Und das bei zurückhaltenden Annahmen: acht Varianten und sechs Marktsprachen sind für einen europäisch vertriebenen Artikel eher wenig.
Die Eingangszahlen sind Annahmen eines Beispielfalls, keine Rechtsaussage und keine Branchen-Kennzahl. Belastbar ist nicht die Summe, sondern der Faktor — und der ist in jedem Szenario zweistellig, sobald mehr als eine Sprache im Spiel ist. Euro-Beträge nennen wir bewusst nicht: Für Kosten je Passfeld gibt es keine belastbare Quelle.
Das ist der Punkt, an dem die Frage nach einem Datenfundament aufhört, eine Software-Empfehlung zu sein, und Arithmetik wird. Eine Tabellenkalkulation trägt vierzig Felder mühelos. Sie trägt keine 3.200 Werte, die versioniert, übersetzt, freigegeben und über Jahre abrufbar bleiben müssen — und zwar unabhängig davon, wie gut die Tabelle gepflegt ist.
Kein Unternehmen hat den Passdatensatz an einer Stelle liegen. Er verteilt sich auf Systeme, die einander nie dafür gebaut wurden — und jedes davon hat eine eigene Vorstellung davon, was ein Produkt ist.
Artikelnummern, Handelsnummern, Gebindegrößen, Zolltarif- und Firmenkennungen — alles, was am Geschäftsvorfall hängt.
Das ERP kennt den Artikel als Verkaufsposition, nicht als Produkt. Varianten, die im Verkauf eine eigene Nummer haben, sind fachlich oft dasselbe Produkt — und umgekehrt.
Rezeptur, Stückliste, Materialzusammensetzung, Konstruktions- und Demontageangaben — der technische Aufbau des Produkts.
Im PLM steht der Entwicklungsstand, im Werk läuft der Fertigungsstand. Welcher davon in den Pass gehört, ist eine Freigabefrage, keine Datenfrage.
Analysewerte, Stoffkonzentrationen, Prüfergebnisse je Los — Messwerte statt Stammdaten.
Laborwerte gelten für ein Los, Passfelder oft für ein Modell. Aus vielen Messwerten wird ein Passwert erst durch eine Regel — und die Regel steht in keinem System.
CO₂-Fußabdruck, Energie- und Wasserverbrauch, Umweltproduktdeklarationen — berechnete Werte, keine gemessenen.
Eine Ökobilanz ist ein Rechenergebnis mit Annahmen, Systemgrenze und Stichtag. Ohne diese drei Angaben ist die Zahl im Pass nicht nachvollziehbar — und damit angreifbar.
Konformitätserklärungen, Zertifikate, Sicherheitsdatenblätter, Prüfberichte, Freigabe- und Gültigkeitsstände.
QM denkt in Dokumenten mit Gültigkeitsdatum, der Pass in Feldern. Ein abgelaufenes Zertifikat ist im QM ein Vorgang — im Pass eine Falschaussage.
Bezeichnungen, Beschreibungen, Anwendungs- und Entsorgungshinweise, Medien — und die Übersetzungen dazu.
Hier entsteht die Sprachachse. Ein sprachabhängiges Feld ist nicht ein Wert, sondern so viele Werte, wie Sie Märkte bedienen — und jede Änderung am Original macht alle Übersetzungen ungültig.
Fünf Systeme, ein freigegebener Stand. Der Aufwandstreiber ist nicht die Zahl der Felder, sondern die Frage: welcher Wert gilt? Zwei Systeme führen dasselbe Feld, beide sind gepflegt, beide sind plausibel — und sie widersprechen sich. Diese Entscheidung lässt sich nicht technisch lösen, sondern nur organisatorisch: Für jedes Passfeld muss feststehen, welches System führt und wer freigibt. Fachleute nennen das Ergebnis einen Golden Record.
Ob dafür ein PIM oder ein MDM nötig ist, hängt an Ihrer Größe und Ihrem Sortiment — die Systemfragen dazu beantwortet unser Glossar für ERP, PLM, LIMS und LCA. Unabhängig vom Werkzeug bleibt die Aufgabe dieselbe: aus fünf Wahrheiten eine freigegebene machen — und zwar bevor der erste Pass veröffentlicht wird, nicht danach.
Woran der Pass hängt, entscheidet der Rechtsakt. Woran ein einzelnes Feld hängt, entscheidet Ihre Produktion. Beides fällt regelmäßig auseinander — und genau daran scheitern Projekte teuer.
Ein feineres Feld erzwingt keinen feineren Pass. Wenn ein Analysewert je Los schwankt, der Pass Ihrer Produktgruppe aber am Modell hängt, haben Sie genau zwei ehrliche Möglichkeiten: einen Wert führen, der für alle Lose gilt, oder das Feld nicht in den Pass nehmen. Was Sie nicht tun sollten, ist eine Serialisierung aufzubauen, die niemand von Ihnen verlangt — welche Ebene für Sie gilt, steht im Rechtsakt Ihrer Produktgruppe ESPR Art. 9 Abs. 2 lit. dESPR Anhang III lit. b.
Eine redaktionelle Sammlung typischer Passattribute — kein Pflichtenheft. Jede Zeile ist gekennzeichnet, wie stark sie rechtlich steht; nur Zeilen mit Fundstelle sind belegt.
Steht meist schon im ERP — der Aufwand liegt nicht im Beschaffen, sondern im Vereinheitlichen über die Systeme hinweg.
| Attribut | Quellsystem | Hängt an | Sprache | Rechtlicher Stand |
|---|---|---|---|---|
| Eindeutige ProduktkennungDie Kennung, unter der genau dieser Pass gefunden wird. Sie ist der Anker, an dem alles Weitere hängt. | PIM | Modellebeneauf der Ebene, die der jeweilige Rechtsakt festlegt | Einmal, sprachneutral | Auswahlliste |
Kommt aus Entwicklung und Labor. Hier trifft ein Modellfeld auf Messwerte je Los — die Umrechnungsregel ist der eigentliche Aufwand.
| Attribut | Quellsystem | Hängt an | Sprache | Rechtlicher Stand |
|---|---|---|---|---|
| Besorgniserregender Stoff: Name und NummerBezeichnung des Stoffs samt IUPAC-Name sowie EG- und CAS-Nummer — damit derselbe Stoff über Sprachgrenzen hinweg derselbe bleibt. | Labor / LIMS | Modellebene | Einmal, sprachneutral |
Berechnete Werte. Ohne mitgeführte Annahmen, Systemgrenze und Berechnungsstand ist die Zahl im Pass nicht verteidigbar.
| Attribut | Quellsystem | Hängt an | Sprache | Rechtlicher Stand |
|---|---|---|---|---|
| CO₂-Fußabdruck des ProduktsDie berechneten Treibhausgasemissionen über den betrachteten Lebensweg — ein Rechenergebnis, kein Messwert. | Nachhaltigkeit / LCA | Modellebene | Einmal, sprachneutral |
Der größte Teil ist Text — und Text ist sprachabhängig. Hier entsteht die Sprachmultiplikation.
| Attribut | Quellsystem | Hängt an | Sprache | Rechtlicher Stand |
|---|---|---|---|---|
| Teilenummern und ErsatzteilquellenWelche Ersatzteile es gibt und wo sie zu beziehen sind. | PLM | Modellebene | Einmal, sprachneutral |
Dokumente mit Gültigkeitsdatum. Der Pass braucht nicht nur die Datei, sondern die Zusicherung, dass sie heute noch gilt.
| Attribut | Quellsystem | Hängt an | Sprache | Rechtlicher Stand |
|---|---|---|---|---|
| Angaben zur sicheren Verwendung und DosierungWie das Mittel anzuwenden ist, in welcher Menge und mit welchen Vorsichtsmaßnahmen. Anwendertext — und damit in jeder Marktsprache. | QM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert |
Von 31 aufgeführten Attributen tragen 17 eine Fundstelle — und davon sind nur 9 für eine benannte Produktgruppe verbindlich, 3 sind der Ökodesign-Verordnung als Vorgabe an künftige Rechtsakte entnommen und 5 stehen in einer Auswahlliste. Die übrigen 14 sind Branchenpraxis.
Und die verbindlichen Felder hängen fast durchweg an genau zwei Produktgruppen: Batterien und Wasch- und Reinigungsmitteln. Produktgruppenunabhängig verbindlich ist in dieser Tabelle nur ein einziges Feld — die Angabe des Drittdienstleisters, der die Sicherungskopie vorhält ESPR Art. 10 Abs. 4, und die hängt am Pass selbst, nicht an seinem Inhalt. Für alle übrigen Produktgruppen folgt der Passinhalt heute nicht aus einem DPP-Rechtsakt, sondern aus Kundenanforderungen, Ausschreibungen und dem, was Nachbarrecht ohnehin verlangt. Wer wartet, bis alles verbindlich ist, hat den Aufwand nicht vermieden, sondern nur verschoben.
Alle Rechtsangaben dieser Seite mit ihren Fundstellen. Verbindlich ist allein der jeweilige Rechtsakt in seiner geltenden Fassung.
Founder of CERTISCAN. From building-services practice in Siegen.
Profil und weitere BeiträgeStand: Juli 2026 — Alle Angaben sind eine redaktionelle Orientierung, keine Rechtsberatung. Fristen und Anwendungsbereiche werden durch delegierte Rechtsakte konkretisiert und können sich ändern; verbindlich ist allein der jeweilige Rechtsakt in seiner geltenden Fassung.
CERTISCAN bündelt die Produktdaten und stellt je Artikel eine dauerhafte, öffentliche Pass-URL samt QR-Code bereit; der veröffentlichte Pass bleibt lesbar, auch wenn das Modul abgeschaltet wird. Der GS1 Digital Link ist heute auf Modellebene umgesetzt, Chargen- und Artikelebene sind vorbereitet, aber noch nicht implementiert. Das DPP-Modul ist im Aufbau — als Pilot gestalten Sie mit.
| Handelsartikelnummer (GTIN)Die Nummer hinter dem Strichcode. In der Praxis der Einstieg in die Pass-Adresse, rechtlich aber nicht vorgeschrieben. | ERP | Modellebene | Einmal, sprachneutral | AuswahllisteAnhang III ESPR — Auswahlliste, kein PflichtsatzESPR Anhang III |
| Modell- und TypbezeichnungWie das Produkt technisch heißt — die Klammer über alle Varianten. | PIM | Modellebene | Einmal, sprachneutral | BeispielSteht in jedem uns bekannten Passprojekt, folgt aber aus keiner Norm — der Modellbegriff selbst wird nur in Erwägungsgrund 33 beschrieben. |
| Handelsname und ProduktbeschreibungDer Name, unter dem das Produkt verkauft wird, samt kurzer Beschreibung. Für jeden Markt in dessen Sprache. | PIM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | BeispielVertriebsanforderung, keine Rechtsanforderung. Steht hier, weil es das anschaulichste sprachabhängige Feld überhaupt ist. |
| Warencode (TARIC)Die Zolltarifnummer der Ware. Sie ist der Schlüssel, über den ein Zollsystem den Pass überhaupt einer Sendung zuordnen könnte. | ERP | Modellebene | Einmal, sprachneutral | AuswahllisteAnhang III ESPR — Auswahlliste, kein PflichtsatzESPR Anhang III |
| EORI-Nummer des EinführersDie Zollkennnummer des Unternehmens, das die Ware in die EU einführt. | ERP | Modellebene | Einmal, sprachneutral | AuswahllisteAnhang III ESPR — Auswahlliste, kein PflichtsatzESPR Anhang III |
| In der EU verantwortlicher WirtschaftsakteurWer in der EU für das Produkt geradesteht — mit Kontaktdaten. Eine der ganz wenigen Angaben, für die die ESPR ausdrücklich einen öffentlichen Teil des Passes nennt. | ERP | Modellebene | Einmal, sprachneutral | AuswahllisteAnhang III ESPR; für Hersteller- und Importeurskontakt zusätzlich benanntESPR Anhang IIIESPR Art. 27 Abs. 6ESPR Art. 29 Abs. 3 |
| Drittdienstleister der SicherungskopieWer die unabhängige Sicherungskopie des Passes vorhält. Das Feld wird gern vergessen, weil es kein Produktmerkmal ist — die Pflicht dahinter gilt trotzdem für jeden Pass. | ERP | Modellebene | Einmal, sprachneutral | Pflichtfür jeden Pass — unabhängig von Produktgruppe und EbeneESPR Art. 10 Abs. 4 |
| Los- oder ChargennummerAus welchem Fertigungslos das Stück stammt. Achtung: eine Chargennummer am Produkt macht den Pass noch nicht zu einem Chargenpass. | ERP | Chargenebene | Einmal, sprachneutral | BeispielAls Kennzeichnung weit verbreitet und teils sektoral vorgeschrieben; als Pass-Feld folgt sie aber erst aus der Ebene, die der jeweilige Rechtsakt setzt. |
| Seriennummer je StückDie eigene Kennung eines einzelnen Exemplars. Ohne sie lässt sich keine Gerätehistorie führen. | ERP | Artikelebene | Einmal, sprachneutral | Pflichtfür Batterien — die einzige Produktgruppe mit belegter EinzelstückebeneBatterie-VO Art. 77 Abs. 3 |
| Mindestvorgabejede Produktgruppe, sobald für sie Informationsanforderungen erlassen sind — die ESPR gibt es dem künftigen Rechtsakt aufESPR Art. 7 Abs. 5 |
| Ort des Stoffs im ProduktIn welchem Bauteil oder Bestandteil der Stoff steckt. Das ist die Angabe, die einen Recycler überhaupt handlungsfähig macht — und die am seltensten gepflegt ist. | PLM | Modellebene | Einmal, sprachneutral | Mindestvorgabejede Produktgruppe, sobald für sie Informationsanforderungen erlassen sindESPR Art. 7 Abs. 5 |
| Konzentration des Stoffs je EbeneWie viel davon enthalten ist — bezogen auf das Produkt, das Bauteil oder das Material. | Labor / LIMS | Modellebene | Einmal, sprachneutral | Mindestvorgabejede Produktgruppe, sobald für sie Informationsanforderungen erlassen sindESPR Art. 7 Abs. 5 |
| Bestandteile des ReinigungsmittelsDer Inhaltsstoff-Datensatz eines Wasch- oder Reinigungsmittels, wie ihn die Detergenzien-Verordnung für den Pass vorsieht. | PLM | Modellebene | Einmal, sprachneutral | Pflichtfür Wasch- und ReinigungsmittelDetergenzien-VO Anhang VI Teil ADetergenzien-VO Art. 21 Abs. 2 lit. a |
| Materialzusammensetzung nach AnteilWoraus das Produkt besteht, mit Gewichts- oder Volumenanteilen. | PLM | Modellebene | Einmal, sprachneutral | BeispielSektoral unterschiedlich geregelt und in fast jedem Passprojekt gefordert; eine allgemeine Vorgabe der ESPR gibt es dafür nicht. |
| RezyklatanteilWie viel des eingesetzten Materials aus Recycling stammt. | PLM | Modellebene | Einmal, sprachneutral | BeispielAls Ökodesign-Anforderung angekündigt und sektoral bereits geregelt, aber ohne allgemeine Passvorgabe. Wir führen es hier deshalb als Erfahrungswert. |
| Prüf- und Analysewerte des LosesMesswerte, die nur für ein Fertigungslos gelten — etwa Reinheit, Dichte oder Wirkstoffgehalt. | Labor / LIMS | Chargenebene | Einmal, sprachneutral | BeispielBetriebliche Realität jedes Labors. Ob solche Werte in den Pass gehören, entscheidet erst der jeweilige Rechtsakt über die Pass-Ebene. |
| Energie- und Wasserverbrauch in der HerstellungWas die Produktion je Einheit verbraucht. | Nachhaltigkeit / LCA | Modellebene | Einmal, sprachneutral | BeispielTypische Kundenanforderung; keine allgemeine Rechtsgrundlage für den Pass. |
| Umweltproduktdeklaration (EPD)Ein geprüftes Dokument, das die Ökobilanz nach einer Norm zusammenfasst. | Nachhaltigkeit / LCA | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | BeispielIn der Bauwirtschaft etabliert und dort teils gefordert; als allgemeines Passfeld nicht vorgeschrieben. |
| DemontageinformationenWie das Produkt zerlegt wird, in welcher Reihenfolge und mit welchem Werkzeug. Praktisch immer eine Anleitung — also Text, also sprachabhängig. | PLM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | Pflichtfür Batterien — Vorbild für andere Gruppen, dort aber keine PflichtBatterie-VO Anhang XIII Nr. 2 |
| Gesundheitszustand (State of Health)Wie gut das einzelne Stück nach Nutzung noch dasteht. Zwei Exemplare desselben Modells haben nach drei Jahren zwei verschiedene Werte. | QMentsteht im Feld, nicht im Stammdatensystem — der Wert muss aus der Nutzung in den Pass zurückfinden | Artikelebene | Einmal, sprachneutral | Pflichtfür BatterienBatterie-VO Anhang XIII Nr. 4 |
| Lade- und EntladezyklenWie oft das Stück geladen und entladen wurde — ein reiner Nutzungswert. | QMentsteht im Feld, nicht im Stammdatensystem | Artikelebene | Einmal, sprachneutral | Pflichtfür BatterienBatterie-VO Anhang XIII Nr. 4 |
| Status und negative EreignisseIn welchem Zustand sich das Stück befindet und was ihm widerfahren ist — Störungen, Unfälle, Auffälligkeiten. | QMentsteht im Feld, nicht im Stammdatensystem | Artikelebene | Einmal, sprachneutral | Pflichtfür BatterienBatterie-VO Anhang XIII Nr. 4 |
| Anleitung zu Reparatur und WartungWas ein Reparateur tun darf, tun muss und womit. | PIM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | BeispielDie ESPR benennt Reparaturangaben als Kanal, aber nur „gegebenenfalls" — konkret verlangt wird daraus heute nichts. |
| Hinweise zu Rücknahme und EntsorgungWas am Ende mit dem Produkt geschieht und wer es zurücknimmt. | PIM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | BeispielSektoral geregelt (etwa im Abfallrecht), als allgemeines Passfeld der ESPR jedoch nicht vorgeschrieben. |
| Pflichtfür Wasch- und ReinigungsmittelDetergenzien-VO Anhang VI Teil A |
| EU-KonformitätserklärungDie Erklärung des Herstellers, dass das Produkt dem geltenden Recht entspricht. Ob sie im Pass öffentlich ist, ist eine eigene Frage. | QM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | BeispielAls Dokument aus dem Produktrecht überall vorhanden; dass sie in den Pass gehört, folgt erst aus dem jeweiligen Rechtsakt. |
| SicherheitsdatenblattDas Dokument zum sicheren Umgang mit einem Stoff oder Gemisch — mit fester Gliederung und eigenem Gültigkeitsstand. | QM | Modellebene | Je Sprache ein eigener Wert | BeispielNach Chemikalienrecht ohnehin zu führen; eine Passpflicht folgt daraus nicht automatisch. |
| Prüfberichte und ZertifikateNachweise aus Prüfungen, jeweils mit Aussteller, Umfang und Gültigkeit. | QM | Modellebene | Einmal, sprachneutral | BeispielProjektpraxis. Welche Nachweise ein Pass tragen muss, entscheidet der Rechtsakt der Produktgruppe. |