Arbeitszeugnisse verwenden eine kodierte Sprache, die auf den ersten Blick positiv klingt, aber versteckte Bewertungen enthält. "Er war stets bemüht" klingt freundlich, bedeutet aber Note 5 (mangelhaft).
Beispiel: "Sie erledigte ihre Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" = Note 1 (sehr gut). "Sie erledigte ihre Aufgaben zu unserer Zufriedenheit" = Note 3 (befriedigend). Ein einzelnes Wort macht den Unterschied.
Die Zeugnissprache kennt 5 Notenstufen, die sich durch Verstärkungswörter unterscheiden:
Dieser kostenlose CERTISCAN Rechner gibt eine Orientierung. Für die Zeugnis-Erstellung selbst bietet CERTISCAN People & Payroll keine Textbausteine – das Modul führt die Personalakte, Qualifikationen und Abteilungszuordnung, aus denen Sie die Fakten für das Zeugnis entnehmen.
Jeder Arbeitnehmer hat nach §109 GewO Anspruch auf ein wohlwollendes und wahrheitsgemäßes Arbeitszeugnis. Das Zeugnis darf keine negativen Formulierungen enthalten, muss aber der Wahrheit entsprechen – daher der kodierte Sprachstil. CERTISCAN hilft Arbeitgebern und Arbeitnehmern, diese Sprache zu verstehen.
| Funktion | CERTISCAN | Anwalt | Selbst prüfen |
|---|---|---|---|
| Noten entschlüsseln | Automatisch | Manuell | Unsicher |
| Sofort-Ergebnis | |||
| Gesamtnote berechnen | Schwierig | ||
| Geheimcodes erkennen | 10+ Codes | Individuell | Unsicher |
| Zeugnis-Vorlagen | |||
| Kosten | Auf Anfrage | 150+ € | 0 € |
Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis ergibt sich aus §109 GewO:
Neben den Noten gibt es weitere kodierte Formulierungen:
Die Schlussformel ist freiwillig (BAG-Urteil 11.12.2012, Az. 9 AZR 227/11), aber ihr Fehlen wird als negatives Signal gewertet:
Hat das Zeugnis eine schlechtere Note als verdient, kann der Arbeitnehmer Berichtigung verlangen. Beweislast: Bei Note 3 und besser muss der Arbeitgeber die schlechtere Note begründen. Bei Note 4 und schlechter muss der Arbeitnehmer beweisen, dass er besser war.