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E-Rechnung empfangen: Seit 2025 Pflicht für alle B2B-Unternehmen

Christoph Schulz23. März 20265 Min. Lesezeit
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E-Rechnung empfangen: Seit 2025 Pflicht für alle B2B-Unternehmen

Seit dem 1. Januar 2025 müssen ausnahmslos alle B2B-Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen empfangen können – das betrifft laut Bundesfinanzministerium rund 3,5 Millionen Unternehmen. CERTISCAN bietet 3 Empfangswege (IMAP-Import, Lieferanten-Portal, manueller Upload) mit automatischer XML-Validierung und GoBD-konformer Archivierung, damit Sie ab Tag 1 konform sind.

Was hat sich am 1. Januar 2025 geändert?

Das Wachstumschancengesetz (BGBl. 2024 I Nr. 108) hat die E-Rechnungspflicht in Deutschland grundlegend neu geregelt. Die wichtigste Änderung: Jedes B2B-Unternehmen muss E-Rechnungen empfangen können – ohne Ausnahme, ohne Umsatzgrenze, ohne Übergangsfrist.

Konkret bedeutet das:

  • Alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die im B2B-Bereich tätig sind, müssen strukturierte elektronische Rechnungen akzeptieren
  • Keine Übergangsfrist für den Empfang – die Pflicht gilt seit dem 1.1.2025
  • Akzeptierte Formate: XRechnung (reines XML) und ZUGFeRD ab Version 2.0 (hybrides PDF mit XML)
  • Reine PDF-Rechnungen per E-Mail gelten künftig nicht mehr als E-Rechnung im Sinne des Gesetzes

Wer ist betroffen?

Die kurze Antwort: Jedes Unternehmen, das Rechnungen von anderen Unternehmen erhält. Die Empfangspflicht kennt keine Ausnahmen:

UnternehmenstypEmpfangspflicht seit 2025Sendepflicht
Einzelunternehmer (B2B)JaAb 2028
KMU unter 800.000 EUR UmsatzJaAb 2028
KMU über 800.000 EUR UmsatzJaAb 2027
GroßunternehmenJaAb 2027
Freiberufler (B2B)JaAb 2028
Öffentliche AuftraggeberJa (bereits seit 2020)Ja
Ausgenommen sind lediglich B2C-Geschäfte (Rechnungen an Privatpersonen) und steuerfreie Umsätze nach §4 Nr. 8-29 UStG.

Was passiert, wenn Sie nicht empfangen können?

Die Konsequenzen einer fehlenden Empfangsmöglichkeit sind gravierender, als viele Unternehmen denken:

1. Gefährdung des Vorsteuerabzugs

Wenn ein Lieferant Ihnen eine ordnungsgemäße E-Rechnung sendet und Sie diese nicht verarbeiten können, liegt das Risiko bei Ihnen. Das Finanzamt kann den Vorsteuerabzug versagen, wenn die Rechnung nicht ordnungsgemäß in Ihre Buchhaltung übernommen wurde.

2. Lieferantenbeziehungen

Lieferanten, die ab 2027 zur Versendung verpflichtet sind, werden keine parallelen Prozesse für einzelne Kunden aufrechterhalten. Wer keine E-Rechnung empfangen kann, wird zum Problemfall in der Lieferkette.

3. Prozesskosten

Manuelles Abtippen von XML-Daten oder das Ausdrucken und Wiedererfassen strukturierter Daten verursacht erhebliche Mehrkosten. Studien beziffern die Kosten einer manuell verarbeiteten Rechnung auf 11-15 EUR – gegenüber 1-3 EUR bei automatisierter Verarbeitung.

Die 3 Empfangswege in CERTISCAN

CERTISCAN bietet drei Wege, um E-Rechnungen zu empfangen – Sie können alle drei parallel nutzen:

1. Automatischer IMAP-Import

Verbinden Sie Ihr Rechnungspostfach (z.B. rechnung@firma.de) mit CERTISCAN. Das System prüft automatisch auf neü E-Rechnungen, extrahiert XML-Anhänge und validiert sie gegen die EN-16931-Spezifikation.

  • Intervall: Alle 5 Minuten
  • Formate: XRechnung (.xml), ZUGFeRD (.pdf mit eingebettetem XML)
  • Validierung: Automatisch gegen EN 16931

2. Lieferanten-Portal

Geben Sie Ihren Lieferanten einen direkten Upload-Link. Über das CERTISCAN-Lieferantenportal können Geschäftspartner E-Rechnungen direkt hochladen – ohne eigenen Account.

  • Kein Login nötig für Lieferanten
  • Sofortige Validierung beim Upload
  • Statusverfolgung für beide Seiten

3. Manueller Upload

Für einzelne Rechnungen oder den Anfang: Laden Sie XRechnung- oder ZUGFeRD-Dateien direkt im CERTISCAN Dashboard hoch.

  • Drag & Drop im Browser
  • Sofortige XML-Validierung
  • Automatische Felderkennung (Rechnungsnummer, Betrag, USt-ID)

Vergleich: CERTISCAN vs. manuelle Verarbeitung

KriteriumManuell / ExcelCERTISCAN
EmpfangswegeE-Mail-Anhang öffnenIMAP + Portal + Upload
XML-ValidierungKeineAutomatisch (EN 16931)
Fehlerquote3-5 %Unter 0,1 %
ArchivierungOrdnerstruktur (nicht GoBD)GoBD-konform, SHA-256
Verarbeitungszeit12-18 Min. pro RechnungUnter 30 Sekunden
DATEV-ExportManuell1-Klick-Export
Kosten pro Rechnung11-15 EURUnter 1 EUR

GoBD-konforme Archivierung inklusive

Eine E-Rechnung zu empfangen ist der erste Schritt – aber die GoBD-konforme Archivierung ist ebenso wichtig. CERTISCAN archiviert jede empfangene Rechnung automatisch:

  • SHA-256-Hashwert für jede Datei (Manipulationsschutz)
  • 10 Jahre Aufbewahrung gemäß §147 AO
  • Revisionssichere Ablage mit vollständigem Audit-Trail
  • WORM-Prinzip: Einmal gespeichert, nicht mehr veränderbar
Das integrierte Audit-Log dokumentiert jeden Zugriff und jede Aktion lückenlos.

Integration mit bestehenden Prozessen

CERTISCAN ist nicht nur ein E-Rechnungs-Tool, sondern eine vollständige Facility-Management-Plattform. Das bedeutet: Ihre E-Rechnungen sind direkt mit anderen Modulen verknüpft:

  • Zeiterfassung: Rechnungsdaten mit erfassten Arbeitsstunden abgleichen
  • DATEV-Export: Buchungssätze direkt an Ihren Steuerberater übermitteln
  • Lieferketten-Compliance: Lieferanten-Rechnungen mit LkSG-Prüfungen verknüpfen
  • Hinweisgeberschutz: Verdächtige Rechnungen über das Meldesystem melden

Nächste Schritte: Sendepflicht ab 2027

Der Empfang ist erst der Anfang. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit über 800.000 EUR Jahresumsatz auch aktiv E-Rechnungen versenden. Ab 2028 gilt das für alle. Lesen Sie dazu unseren Artikel zur E-Rechnungs-Sendepflicht 2027.

Fazit: Jetzt handeln, nicht abwarten

Die Empfangspflicht gilt bereits. Jeder Tag ohne konformen Empfangsweg ist ein Risiko für Ihren Vorsteuerabzug und Ihre Lieferantenbeziehungen. Mit CERTISCAN richten Sie alle 3 Empfangswege in unter 10 Minuten ein – inklusive automatischer Validierung und GoBD-Archivierung.

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Häufig gestellte Fragen

Müssen alle Unternehmen seit 2025 E-Rechnungen empfangen?

Ja. Seit dem 1. Januar 2025 müssen ausnahmslos alle B2B-Unternehmen in Deutschland in der Lage sein, elektronische Rechnungen im strukturierten Format (XRechnung oder ZUGFeRD ab Version 2.0) zu empfangen. Es gibt keine Umsatzgrenze und keine Übergangsfrist für den Empfang.

Was passiert, wenn ich keine E-Rechnung empfangen kann?

Wenn Sie keine E-Rechnung empfangen können, riskieren Sie den Verlust des Vorsteuerabzugs, weil die Rechnung formal nicht ordnungsgemäß zugestellt wurde. Außerdem können Lieferanten Ihre Zusammenarbeit infrage stellen, weil sie ihrerseits verpflichtet sind, E-Rechnungen zu versenden.

Reicht eine normale E-Mail-Adresse für den Empfang?

Grundsätzlich ja – eine E-Mail-Adresse reicht als Empfangsweg aus. Allerdings müssen Sie sicherstellen, dass Sie die angehängte XML-Datei (XRechnung) oder das hybride PDF (ZUGFeRD) verarbeiten und GoBD-konform archivieren können. CERTISCAN bietet automatischen IMAP-Import mit XML-Validierung.

Welche Formate muss ich akzeptieren?

Sie müssen mindestens XRechnung (reines XML nach EN 16931) und ZUGFeRD ab Version 2.0 (PDF mit eingebettetem XML) akzeptieren können. Beide Formate entsprechen der europäischen Norm EN 16931, die das Wachstumschancengesetz vorschreibt.

Was kostet der E-Rechnungsempfang mit CERTISCAN?

Das E-Rechnungsmodul ist im Business-Tarif (249 EUR/Monat) enthalten. Als Einzelmodul kann es ab 39 EUR/Monat hinzugebucht werden. Im Preis enthalten: 3 Empfangswege, automatische Validierung, GoBD-Archivierung und DATEV-Export.

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Christoph Schulz
Gruender & CEO, CERTISCAN