DGUV Vorschrift 3 Pruefung: Der komplette Leitfaden 2026
DGUV Vorschrift 3 Pruefung — Pruefintervalle, VDE-Klassen, Dokumentation, Bussgeld-Tabelle und wie Sie mit CERTISCAN die Pruefung digital abbilden.
Was ist die DGUV Vorschrift 3?
Die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) ist die Unfallverhuetungsvorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung fuer elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Sie verpflichtet jeden Arbeitgeber in Deutschland, saemtliche elektrischen Geraete und Anlagen im Betrieb regelmaessig pruefen zu lassen — unabhaengig von Branche oder Unternehmensgroesse.
Die Vorschrift gilt fuer:
- Ortsfeste elektrische Anlagen (z. B. Schaltschraenke, Unterverteilungen, fest installierte Maschinen)
- Ortsveraenderliche elektrische Betriebsmittel (z. B. Laptops, Kaffeemaschinen, Verlaengerungskabel, Handbohrmaschinen)
- Stationaere elektrische Betriebsmittel (z. B. Standbohrmaschinen, Serverracks)
In der Praxis bedeutet das: Vom Wasserkocher in der Teeekueche bis zur CNC-Fraese in der Fertigung — jedes elektrische Geraet muss geprueft und dokumentiert werden. Die DGUV V3 ist damit eine der wichtigsten Vorschriften im betrieblichen Arbeitsschutz und betrifft schaetzungsweise ueber 3,5 Millionen Betriebe in Deutschland.
Gesetzliche Grundlage und Rechtsrahmen
Die DGUV Vorschrift 3 steht nicht isoliert, sondern ist eingebettet in ein mehrstufiges Regelwerk:
| Rechtsquelle | Inhalt | Verbindlichkeit |
|---|---|---|
| Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) | Allgemeine Arbeitgeberpflicht zur Gefaehrdungsbeurteilung und zum Schutz der Beschaeftigten | Bundesgesetz |
| Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) | Konkretisiert die Pruefpflichten fuer Arbeitsmittel, regelt befaehigte Personen | Rechtsverordnung |
| DGUV Vorschrift 3 | Spezifische Unfallverhuetungsvorschrift fuer elektrische Anlagen und Betriebsmittel | Autonomes Satzungsrecht (bindend fuer Mitgliedsunternehmen) |
| VDE 0100 / 0105 / 0701-0702 | Technische Normen fuer Errichtung, Betrieb und Wiederholungspruefung | Stand der Technik (Vermutungswirkung) |
| TRBS 1201 | Technische Regel zur Pruefung von Arbeitsmitteln | Vermutungswirkung |
Wichtig: Die DGUV Vorschrift 3 hat als Unfallverhuetungsvorschrift den Rang von autonomem Satzungsrecht. Das bedeutet: Sie ist fuer alle Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen rechtlich bindend — nicht lediglich eine Empfehlung. Verstoesse koennen Bussgelder und im Schadensfall strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Seit der Novellierung der BetrSichV 2015 (zuletzt geaendert 2019) sind die Anforderungen an die Dokumentation nochmals verschaerft worden. Der Arbeitgeber muss die Pruefung vor der erstmaligen Verwendung und danach in regelmaessigen Abstaenden veranlassen (§ 14 BetrSichV).
Wer muss pruefen lassen?
Die Pruefpflicht trifft den Arbeitgeber — unabhaengig davon, ob es sich um ein Grossunternehmen, einen Handwerksbetrieb oder ein Einzelbuero handelt. Konkret:
- Unternehmen aller Groessen — vom Einpersonenbuero bis zum Konzern
- Oeffentliche Einrichtungen — Schulen, Krankenhaeuser, Behoerden
- Vereine und gemeinnuetzige Organisationen — sobald Beschaeftigte vorhanden sind
- Vermieter — fuer elektrische Anlagen in Gewerbeimmobilien (Gemeinschaftsflaechen)
Ausnahmen: Rein private Haushalte ohne Beschaeftigte fallen nicht unter die DGUV V3. Sobald jedoch eine Haushaltshilfe, ein Pflegedienst oder ein Handwerker regelmaessig taetig ist, greifen die Vorschriften wieder.
Verantwortlichkeit im Organigramm
Der Unternehmer kann die Durchfuehrung an eine Elektrofachkraft (EFK) oder eine befaehigte Person delegieren (schriftliche Bestellung empfohlen). Die Organisationsverantwortung — also die Pflicht, dass Pruefungen stattfinden, dokumentiert und Maengel behoben werden — verbleibt jedoch immer beim Unternehmer.
In Unternehmen mit mehreren Standorten empfiehlt die DGUV, einen verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK) zu bestellen, der die Prueforganisation standortuebergreifend koordiniert.
Pruefintervalle nach DGUV V3
Die DGUV Vorschrift 3 gibt in Verbindung mit der DGUV Information 203-070 (ehemals BGI 5090) konkrete Richtwerte fuer Prueffristen vor. Diese koennen auf Basis einer Gefaehrdungsbeurteilung verlaengert oder verkuerzt werden.
| Kategorie | Beispiele | Pruefintervall | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Ortsfeste Anlagen | Schaltanlagen, Unterverteilungen, fest installierte Beleuchtung | 48 Monate (4 Jahre) | In Betriebsstaetten, Bueros, Laeden |
| Ortsfeste Anlagen (erhoehte Gefaehrdung) | Feuchtraeume, Baustellen, medizinische Bereiche | 12 Monate (1 Jahr) | Umgebungsbedingungen erhoehen das Risiko |
| Ortsveraenderliche Geraete — Schutzklasse I | Wasserkocher, Bohrmaschine, Verlaengerungskabel | 6 Monate | Auf Baustellen und in Fertigungsbetrieben |
| Ortsveraenderliche Geraete — Schutzklasse I | Schreibtischlampe, Monitor, Drucker (Buero) | 24 Monate (2 Jahre) | Bei normaler Beanspruchung im Buero |
| Ortsveraenderliche Geraete — Schutzklasse II | Laptop-Netzteil, Smartphone-Ladegeraet, schutzisolierte Geraete | 24 Monate (2 Jahre) | Buero, geringe mechanische Beanspruchung |
| Ortsveraenderliche Geraete — Schutzklasse II | Schutzisolierte Werkzeuge auf Baustellen | 6 Monate | Erhoehte mechanische Beanspruchung |
| Ortsveraenderliche Geraete — Schutzklasse III | Kleinspannungsgeraete (SELV/PELV, z. B. USB-Geraete) | 24 Monate (2 Jahre) | Geringes Gefaehrdungspotenzial |
| Stationaere Betriebsmittel | Standbohrmaschine, Serverrack, Klimaanlage | 12 Monate (1 Jahr) | Regelfall; kann auf 24 Monate verlaengert werden |
| Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) | FI-Schutzschalter in Verteilungen | 6 Monate | Ausloesetest (Prueftaste); messtechnisch alle 12 Monate |
Fristverlängerung durch Gefaehrdungsbeurteilung
Die Richtwerte sind keine starren Vorschriften. Paragraph 5 der DGUV V3 erlaubt dem Unternehmer, auf Basis einer dokumentierten Gefaehrdungsbeurteilung die Fristen anzupassen. In der Praxis bedeutet das:
- Bei nachweislich geringer Beanspruchung und niedriger Fehlerquote (unter 2 %) koennen Fristen bis maximal verdoppelt werden.
- Bei erhoehter Beanspruchung (Feuchtigkeit, Staub, mechanische Belastung) muessen Fristen verkuerzt werden.
- Die Entscheidung muss schriftlich dokumentiert und von einer Elektrofachkraft begruendet sein.
VDE 0701-0702: Die Pruefnorm im Detail
Waehrend die DGUV V3 das "Ob" der Pruefung regelt, beschreibt die DIN VDE 0701-0702 das "Wie". Diese Norm (vollstaendig: DIN EN 50678 (VDE 0701):2021 und DIN EN 50699 (VDE 0702):2021) definiert die konkreten Mess- und Pruefverfahren fuer die Wiederholungspruefung.
Pruefschritte nach VDE 0701-0702
- Besichtigung (Sichtpruefung) — Gehaeuse, Anschlussleitungen, Stecker, Typenschild, Schutzleiteranschluss auf sichtbare Schaeden pruefen.
- Schutzleiterwiderstand — Messung mit 200 mA Pruefstrom, Grenzwert: ≤ 0,3 Ω (bei Leitungslaengen bis 5 m). Pro zusaetzlichem Meter +0,1 Ω, maximal 1,0 Ω.
- Isolationswiderstand — Messung mit 500 V DC, Grenzwert Schutzklasse I: ≥ 1,0 MΩ; Schutzklasse II: ≥ 2,0 MΩ.
- Schutzleiterstrom (alternativ zum Isolationswiderstand) — Grenzwert: ≤ 3,5 mA fuer Klasse I, ≤ 0,5 mA fuer Klasse II.
- Beruehrungsstrom — Grenzwert: ≤ 0,5 mA (alle Klassen).
- Funktionspruefung — Geraet wird unter Last betrieben, um einwandfreie Funktion zu verifizieren.
- Dokumentation — Ergebnis wird mit Datum, Pruefer, Messwerten und Bewertung (bestanden/nicht bestanden) protokolliert.
Grenzwerte im Ueberblick
| Messung | Schutzklasse I | Schutzklasse II | Schutzklasse III |
|---|---|---|---|
| Schutzleiterwiderstand | ≤ 0,3 Ω | — (nicht zutreffend) | — (nicht zutreffend) |
| Isolationswiderstand | ≥ 1,0 MΩ | ≥ 2,0 MΩ | ≥ 0,25 MΩ |
| Schutzleiterstrom | ≤ 3,5 mA | ≤ 0,5 mA | — (nicht zutreffend) |
| Beruehrungsstrom | ≤ 0,5 mA | ≤ 0,5 mA | ≤ 0,5 mA |
Hinweis: Seit der Neufassung 2021 (VDE 0701:2021 und VDE 0702:2021) wurden die beiden Normen in separate Dokumente aufgeteilt — VDE 0701 fuer die Pruefung nach Reparatur/Aenderung, VDE 0702 fuer die Wiederholungspruefung. Die Messmethoden sind weitgehend identisch, aber die Dokumentationsanforderungen unterscheiden sich leicht.
Pruefablauf Schritt fuer Schritt
Ein strukturierter Pruefablauf stellt sicher, dass keine Geraete vergessen werden und die Dokumentation lueckenlos ist. Hier der empfohlene Ablauf in 8 Schritten:
Schritt 1: Bestandsaufnahme und Inventarisierung
Erfassen Sie alle elektrischen Geraete und Anlagen im Betrieb. Pro Geraet benoetigen Sie: Geraetetyp, Hersteller, Seriennummer, Standort, Schutzklasse und Inbetriebnahmedatum. In grossen Betrieben mit 500+ Geraeten ist eine digitale Erfassung per QR-Code oder Barcode-Scanner empfehlenswert.
Schritt 2: Gefaehrdungsbeurteilung und Fristfestlegung
Legen Sie auf Basis der DGUV Information 203-070 und Ihrer Gefaehrdungsbeurteilung die Prueffristen pro Geraetekategorie fest. Dokumentieren Sie die Begruendung, insbesondere bei Abweichungen von den Richtwerten.
Schritt 3: Pruefplan erstellen
Erstellen Sie einen Jahrespruefplan, der alle faelligen Pruefungen auf Kalenderwochen verteilt. Vermeiden Sie Stosspruefungen am Jahresende — verteilen Sie die Last gleichmaessig. Bei 1.000 Geraeten mit 12-Monats-Intervall sind das etwa 20 Pruefungen pro Woche.
Schritt 4: Sichtpruefung
Pruefen Sie jedes Geraet visuell auf: beschaedigte Gehaeuse, geknickte Kabel, lose Stecker, fehlende Typenschilder, Verfaerbungen (Ueberhitzung), Feuchtigkeit und Verschmutzung. Etwa 30–40 % aller Maengel werden bereits bei der Sichtpruefung entdeckt.
Schritt 5: Messtechnische Pruefung
Fuehren Sie die Messungen nach VDE 0701-0702 durch (siehe vorheriges Kapitel). Verwenden Sie ein kalibriertes Pruefgeraet (z. B. Fluke 6500-2, Gossen Metrawatt Secutest, Benning ST 750 A). Die Kalibrierung muss jaehrlich erneuert werden.
Schritt 6: Funktionspruefung
Betreiben Sie das Geraet unter normalen Bedingungen und pruefen Sie auf ungewoehnliche Geraeusche, Gerueche, Vibrationen oder Temperaturentwicklung.
Schritt 7: Bewertung und Kennzeichnung
Bewerten Sie das Geraet als "bestanden" oder "nicht bestanden". Bestandene Geraete erhalten eine Pruefplakette (Aufkleber oder QR-Code-Tag) mit Prueferdatum und naechstem Prueftermin. Nicht bestandene Geraete werden sofort ausser Betrieb genommen und gekennzeichnet.
Schritt 8: Dokumentation und Nachverfolgung
Erstellen Sie fuer jedes Geraet ein Pruefprotokoll mit allen Messwerten, dem Prueferbgebnis und der Pruefer-Identifikation. Defekte Geraete werden entweder repariert (und erneut geprueft nach VDE 0701) oder entsorgt. Die Dokumentation muss mindestens bis zur naechsten Pruefung aufbewahrt werden — empfohlen sind 6 Jahre (Verjährungsfrist nach BGB).
Dokumentationspflichten
Die Dokumentation der DGUV-V3-Pruefung ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch Ihr wichtigstes Beweismittel im Schadensfall. Folgende Informationen muessen pro Pruefung dokumentiert werden:
- Geraete-Identifikation — Inventarnummer, Typ, Hersteller, Seriennummer, Standort
- Prueferdatum und naechster Prueftermin
- Pruefer — Name, Qualifikation (EFK/befaehigte Person), ggf. Unterschrift
- Art der Pruefung — Erstpruefung, Wiederholungspruefung, Pruefung nach Reparatur
- Messwerte — Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Ableitstroeme (jeweils mit Einheit)
- Ergebnis — bestanden / nicht bestanden / unter Vorbehalt
- Festgestellte Maengel — Beschreibung, Foto (empfohlen), Massnahme
- Verwendetes Pruefgeraet — Typ, Seriennummer, Datum der letzten Kalibrierung
Aufbewahrungsfristen
| Dokument | Mindestaufbewahrung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Pruefprotokoll | Bis zur naechsten Pruefung | 6 Jahre |
| Gefaehrdungsbeurteilung | Dauer der Taetigkeitsausuebung | Dauerhaft |
| Geraeteverzeichnis | Dauer der Nutzung + 1 Pruefzyklus | Geraetelebensdauer + 6 Jahre |
| Bestellung der EFK/befaehigten Person | Dauer der Bestellung | Dauerhaft |
Praxistipp: Papierbasierte Dokumentation ist zwar zulaessig, aber fehleranfaellig und schwer durchsuchbar. Digitale Systeme wie CERTISCAN erzeugen automatisch revisionssichere Pruefprotokolle mit WORM-Audit-Trail (Write Once, Read Many) — ideal fuer den Nachweis gegenueber Berufsgenossenschaften und Behoerden.
Bussgelder und Konsequenzen bei Verstoessen
Verstoesse gegen die DGUV Vorschrift 3 koennen empfindliche Konsequenzen haben — finanziell, strafrechtlich und versicherungstechnisch.
| Verstoss | Konsequenz | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Fehlende oder verspaetete Pruefung | Bussgeld bis 10.000 EUR | § 209 SGB VII |
| Fehlende Dokumentation | Bussgeld bis 10.000 EUR | § 209 SGB VII |
| Betrieb nicht gepruefter Geraete nach Beanstandung | Bussgeld bis 10.000 EUR, ggf. Betriebsuntersagung | § 209 SGB VII, § 22 ArbSchG |
| Personenschaden durch ungeprueftes Geraet | Strafrechtliche Konsequenzen: fahrlaessige Koerperverletzung (§ 229 StGB) oder fahrlaessige Toetung (§ 222 StGB); Freiheitsstrafe bis 5 Jahre | § 229, § 222 StGB |
| Brandschaden durch Elektrodefekt | Regressforderung der Versicherung bei fehlender Pruefung; Versicherungsschutz kann entfallen | VVG, Versicherungsvertrag |
| Wiederholte Verstoesse | Beitragsaufschlag der Berufsgenossenschaft (bis 100 % Zuschlag) | § 162 SGB VII |
Der unterschaetzte Risikofaktor: Versicherung
Besonders brisant: Bei einem Brandschaden durch einen Elektrodefekt pruefen Versicherungen routinemaessig, ob die DGUV-V3-Pruefung aktuell war. Fehlt die Dokumentation, kann die Versicherung die Leistung kuerzen oder verweigern — selbst bei einer regulaeren Feuerversicherung. In der Praxis wurden bereits Regressforderungen im sechsstelligen Bereich geltend gemacht.
Auch die Betriebshaftpflicht kann bei Personenschaeden Regress nehmen, wenn die Pruefung nicht ordnungsgemaess durchgefuehrt wurde. Das persoenliche Haftungsrisiko trifft dabei nicht nur die Geschaeftsfuehrung, sondern auch die verantwortliche Elektrofachkraft.
Elektrofachkraft vs. befaehigte Person
Die DGUV V3 und die BetrSichV unterscheiden zwei Personengruppen, die Pruefungen durchfuehren duerfen:
| Kriterium | Elektrofachkraft (EFK) | Befaehigte Person |
|---|---|---|
| Definition | DIN VDE 1000-10: Abgeschlossene Ausbildung + Berufserfahrung + aktuelle Taetigkeit im Fachgebiet | BetrSichV § 2 Abs. 6: Berufsausbildung + Berufserfahrung + zeitnahe berufliche Taetigkeit |
| Qualifikation | Elektrotechnische Berufsausbildung (z. B. Elektroniker, Elektroingenieur) | Kann auch elektrotechnisch unterwiesene Person mit Zusatzqualifikation sein |
| Darf pruefen | Alle elektrischen Anlagen und Betriebsmittel | Betriebsmittel gemaess Befaehigung und Bestellung |
| Ortsfeste Anlagen | Ja | Nur wenn Qualifikation fuer ortsfeste Anlagen nachgewiesen |
| Bestellung noetig | Empfohlen (schriftlich) | Pflicht (schriftlich durch Arbeitgeber) |
| Weiterbildung | Regelmaessig (alle 1–3 Jahre empfohlen) | Regelmaessig (Nachweis erforderlich) |
Praxishinweis: Viele Unternehmen beauftragen externe Pruefdienstleister (z. B. DEKRA, TUeV, GTUe), die ueber entsprechend qualifizierte Elektrofachkraefte verfuegen. Das ist zulaessig und oft wirtschaftlicher als eigenes Pruefpersonal — insbesondere fuer KMU mit weniger als 200 Geraeten.
Unabhaengig davon, ob intern oder extern geprueft wird: Der Unternehmer bleibt verantwortlich fuer die Organisation, Terminueberwachung und Maengelbehebung.
QR-Code-basierte Pruefung mit CERTISCAN
Die klassische DGUV-V3-Pruefung arbeitet mit Papier-Pruefprotokollen und Excel-Listen — fehleranfaellig, schwer durchsuchbar und kaum nachvollziehbar. Moderne Prueforganisation nutzt QR-Codes zur Geraeteidentifikation und digitale Protokolle fuer lueckenlose Dokumentation.
So funktioniert QR-Code-basierte Pruefung
- Geraet registrieren: Jedes elektrische Betriebsmittel erhaelt einen CERTISCAN QR-Code (wetterfester Aufkleber oder Kabelmarker). Der QR-Code ist mit der digitalen Geraeteakte verknuepft.
- QR-Code scannen: Der Pruefer scannt den Code mit dem Smartphone oder Tablet. CERTISCAN oeffnet automatisch die Geraeteakte mit Pruefhistorie, letzten Messwerten und faelligen Pruefungen.
- Pruefung durchfuehren: Der Pruefer traegt Sichtpruefung, Messwerte und Ergebnis direkt in die App ein. Fotos von Maengeln koennen angehaengt werden.
- Protokoll generieren: CERTISCAN erstellt automatisch ein revisionssicheres Pruefprotokoll mit allen Pflichtangaben nach DGUV V3 und VDE 0701-0702.
- Maengel nachverfolgen: Bei "nicht bestanden" wird automatisch eine Massnahme angelegt. Der Verantwortliche wird per E-Mail benachrichtigt. Die Wiederholungspruefung nach Reparatur wird terminiert.
Vorteile gegenueber Papier und Excel
- Keine vergessenen Pruefungen: Automatische Erinnerungen 30, 14 und 7 Tage vor Faelligkeit
- Lueckenlose Pruefhistorie: WORM-Audit-Trail — einmal geschrieben, nicht aenderbar, nicht loeschbar
- Sofortige Verfuegbarkeit: Pruefprotokolle in Sekunden abrufbar — nicht erst nach Aktenwuehlen
- Mehrere Standorte: Zentrale Uebersicht ueber alle Standorte, Geraete und Prueffristen
- BG-Pruefung vorbereitet: Exportierbare Berichte im PDF-Format fuer Berufsgenossenschafts-Audits
Wie CERTISCAN bei der DGUV V3 Pruefung hilft
CERTISCAN wurde als modulare Compliance-Plattform speziell fuer den deutschen Markt entwickelt. Fuer die DGUV-V3-Pruefung bietet CERTISCAN:
Geraeteverwaltung
- Digitales Geraeteverzeichnis mit QR-Code-Verknuepfung pro Geraet
- Automatische Schutzklassen-Zuordnung (I, II, III) mit voreingestellten Pruefintervallen
- Standortbezogene Gliederung — ideal fuer Unternehmen mit mehreren Filialen
- Import bestehender Geraetedaten per CSV
Pruefplanung und Erinnerungen
- Automatischer Pruefkalender auf Basis der hinterlegten Intervalle
- E-Mail-Erinnerungen an Pruefer und Verantwortliche (30/14/7 Tage vor Faelligkeit)
- Dashboard mit Ampelsystem: gruen (geprueft), gelb (bald faellig), rot (ueberfaellig)
- Kalender-Integration fuer externe Pruefdienstleister
Digitale Pruefprotokolle
- Vorlagen nach VDE 0701-0702 mit allen Pflichtfeldern
- Messwert-Eingabe mit automatischer Grenzwertpruefung (bestanden/nicht bestanden)
- Foto-Dokumentation von Maengeln direkt aus der App
- WORM-Audit-Trail: SHA-256 Hash-Chain, nicht manipulierbar
Maengelmanagement
- Automatische CAPA-Erstellung bei "nicht bestanden" (Corrective and Preventive Action)
- Eskalationsregeln: Automatische Benachrichtigung des Vorgesetzten nach 48 Stunden ohne Reaktion
- Wiederholungspruefung wird automatisch terminiert
- Statistiken: Fehlerquote nach Geraetetyp, Standort, Pruefer
Reporting und Nachweise
- PDF-Export: Einzelpruefprotokoll und Sammelberichte
- BG-Report: Vorgefertigter Bericht fuer Berufsgenossenschafts-Audits
- Compliance-Score: Prozentuale Pruefabdeckung in Echtzeit
- ISO-Integration: DGUV-V3-Pruefungen fliessen in den ISO-45001-Arbeitsschutz-Score ein
Kostenlos testen: CERTISCAN bietet einen 14-taegigen Testzeitraum — ohne Kreditkarte. Registrieren Sie sich unter /pricing und starten Sie mit der digitalen DGUV-V3-Pruefung.
Haeufige Fragen
Wie oft muss eine DGUV V3 Pruefung durchgefuehrt werden?
Wer darf die DGUV V3 Pruefung durchfuehren?
Welche Bussgelder drohen bei fehlender DGUV V3 Pruefung?
Was ist der Unterschied zwischen VDE 0701 und VDE 0702?
Muessen auch neue Geraete vor der ersten Verwendung geprueft werden?
Wie lange muessen Pruefprotokolle aufbewahrt werden?
Was passiert bei der DGUV V3 Pruefung, wenn ein Geraet durchfaellt?
Gilt die DGUV V3 auch fuer IT-Geraete wie Laptops und Monitore?
Kann ich die DGUV V3 Pruefung selbst durchfuehren?
Wie hilft eine digitale Loesung wie CERTISCAN bei der DGUV V3?
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