Ein ERP-System steuert die betriebswirtschaftlichen Kernprozesse eines Unternehmens — Beschaffung, Produktion, Lager, Vertrieb, Finanzen — auf einer gemeinsamen Datenbasis.
ERP ist in den meisten Unternehmen das System mit der höchsten Datenqualität, weil daran unmittelbar Geld hängt: Falsche Bestände und falsche Preise fallen sofort auf.
Typische Module
Materialwirtschaft und Beschaffung
Produktionsplanung und -steuerung
Lager und Logistik
Vertrieb und Auftragsabwicklung
Finanzbuchhaltung und Controlling
Rolle im Produktpass-Kontext
Das ERP liefert die Verknüpfung zwischen Produkt und realem Geschäftsvorgang — und damit einige Daten, die sonst nirgends sauber vorliegen:
Chargen- und Seriennummern aus der Fertigung, entscheidend für die Granularität des Passes
Lieferantenzuordnung — welches Material aus welcher Quelle in welche Charge ging
Warencodes aus der Zolltarifierung, die Anhang III Buchstabe d ESPR anspricht
der Zeitpunkt des Inverkehrbringens, an den zahlreiche Pflichten anknüpfen
Weil das ERP den Inverkehrbringungsvorgang kennt, ist es in vielen Architekturen der natürliche Auslöser für die Registermeldung nach Artikel 13 Abs. 4 ESPR.
Structural legal info – not legal advice. Amounts and deadlines may change.
Frequently asked
Kann mein ERP den Digitalen Produktpass allein abbilden?
Selten vollständig. ERP-Systeme führen kaufmännische und logistische Daten sehr zuverlässig, aber beschreibende Produktinformationen, Nachhaltigkeitskennzahlen und Konformitätsunterlagen liegen meist woanders. Üblich ist eine Architektur, in der das ERP führend für Chargen, Warencodes und Vorgänge ist und andere Systeme die übrigen Felder beisteuern.