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Blog/Lohnabrechnung-Software im Vergleich 2026: DATEV, Lexware, Sage & Co.
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Lohnabrechnung-Software im Vergleich 2026: DATEV, Lexware, Sage & Co.

Lohnabrechnung-Software im Vergleich: DATEV, Lexware lohn+gehalt, Sage, Personio Payroll und LOHN24. Aktuelle Preise, Selbstabrechnung vs. Outsourcing — und warum das Vorsystem (Zeiterfassung + Zuschläge) über die Qualität des Lohnlaufs entscheidet.

CSChristoph Schulz17. Juli 20268 Min. Lesezeit
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Lohnabrechnung-Software im Vergleich 2026: DATEV, Lexware, Sage & Co.
Inhalt
  1. 01Selbst abrechnen, auslagern oder Steuerberater?
  2. 02Die 5 Wege im Überblick
  3. 03Und CERTISCAN? Ehrlich: das Vorsystem, nicht die Abrechnung
  4. 04Fazit: So entscheiden Sie richtig
  5. 05Häufige Fragen (FAQ)

Für die Lohnabrechnung gibt es 2026 drei Wege: selbst abrechnen mit Software wie Lexware lohn+gehalt (ab 28,90 EUR/Monat) oder Sage (ab 6,50 EUR/Monat für einen Mitarbeiter), auslagern an einen Dienstleister wie LOHN24 (ab 13 EUR je Abrechnung) oder den Steuerberater mit DATEV (marktüblich je nach Leistungsumfang etwa 15–35 EUR je Mitarbeiter und Monat laut Marktübersicht) — und in jedem Fall ein sauberes Vorsystem, das Arbeitszeiten und Zuschläge korrekt liefert. Denn die meisten Fehler im Lohn entstehen nicht im Lohnprogramm, sondern davor: bei Stunden, Zuschlägen und Abwesenheiten. Dieser Vergleich ordnet die Wege ein — inklusive einer ehrlichen Ansage, was CERTISCAN dabei ist und was nicht.

Stand: Juli 2026 · Aktualisiert am 17.07.2026

ab 13 EUR
Festpreis je Lohnabrechnung beim Outsourcing-Dienst LOHN24 laut Anbieter (Baulohn 18 EUR)
28,90 EUR
Einstiegspreis Lexware lohn+gehalt Basis pro Monat (netto, bis 50 Mitarbeiter)
6 Jahre
Aufbewahrungsfrist für Lohnkonten (§ 41 Abs. 1 EStG)

Selbst abrechnen, auslagern oder Steuerberater?

Die Grundsatzentscheidung fällt vor der Software-Wahl. Selbst abrechnen ist am günstigsten, verlangt aber Lohn-Know-how im Haus: Meldungen an Finanzamt und Sozialversicherung, Umlagen, Fristen. Outsourcing an einen Lohndienstleister kauft dieses Know-how pro Abrechnung ein. Der Steuerberater mit DATEV ist der Klassiker — bequem, aber pro Kopf meist am teuersten und nur so gut wie die Daten, die er bekommt.

Genau da liegt der eigentliche Hebel: Egal welcher Weg — irgendjemand muss jeden Monat Stunden, Nachtzuschläge, Sonntagszuschläge, Krankheits- und Urlaubstage fehlerfrei zusammentragen. Läuft das per Excel und Zuruf, zahlen Sie doppelt: für die Abrechnung und für die Korrekturläufe. Wie die Übergabe an das Lohnbüro sauber funktioniert, zeigt der Beitrag DATEV-Export aus der Zeiterfassung.

Die 5 Wege im Überblick

Alle Preise netto laut den offiziellen Preisseiten der Anbieter bzw. den angegebenen Marktübersichten (Stand Juli 2026):

Anbieter / WegPreis abModellFür wen
DATEV Lohn und Gehalt / LODASSoftwarepreise laut DATEV-Preisliste, Bezug i. d. R. über die Kanzlei; über Steuerberater marktüblich ca. 15–35 EUR/MA/Monat laut Marktübersicht (Standardlohn oft 10–18 EUR)Abrechnung durch Kanzlei oder selbst (DATEV-Mitgliedschaft)Betriebe, die alles beim Steuerberater bündeln
Lexware lohn+gehalt28,90 EUR/Monat (Basis, bis 50 MA); Pro 68,90 EUR (bis 250 MA)Selbstabrechnung, Desktop/AboKMU mit Lohn-Know-how im Haus
Sage Lohnabrechnung (Cloud)ab 6,50 EUR/Monat (1 MA, gestaffelt); je weitere Abrechnung ab 6,15 EURSelbstabrechnung, CloudKleinstbetriebe mit einfachen Löhnen
Personio Payrollauf Anfrage (individuell)Payroll integriert in die HR-SuitePersonio-Bestandskunden
LOHN24ab 13 EUR je Abrechnung (Baulohn 18 EUR)Vollständiges Outsourcing inkl. MeldungenKMU ohne eigenes Lohn-Know-how

<!-- Quellen: https://payroll-fuchs.de/themen/datev-lohnabrechnung/ (Steuerberater-Marktspanne 15–35 EUR/MA/Monat; DATEV-Preisliste Softwarepreise) + https://lohn24.de/ratgeber/lohnabrechnung-steuerberater-kosten (Standardlohn 10–18, Baulohn 20–40 EUR/MA/Monat) · https://shop.lexware.de/lexware-lohn-gehalt (Basis 28,90 / Plus 39,90 / Pro 68,90 / Premium 86,90 EUR netto/Monat) · https://www.sage.com/de-de/sage-business-cloud/lohnabrechnung/preis/ (Staffelpreise laut Sage-Preisliste, 1 MA 6,50 EUR) · https://www.taxandbytes.de/tools/personalmanagement/personio/preise (Personio Payroll individuell) · https://lohn24.de/preise (ab 13 EUR je Abrechnung) · Stand: 2026-07-17 -->

Transparenz: CERTISCAN ist Herausgeber dieses Vergleichs. CERTISCAN ist keine Lohnabrechnungs-Software und steht deshalb nicht in dieser Tabelle — unsere Rolle ist das Vorsystem (siehe unten). Preisangaben zu Drittanbietern stammen von deren öffentlichen Websites bzw. den genannten Marktübersichten (Stand: 17.07.2026) und können sich ändern.

DATEV: Der Standard über den Steuerberater

DATEV Lohn und Gehalt bzw. LODAS gilt als das am weitesten verbreitete Lohnsystem in Deutschland, wird aber überwiegend von Steuerberatern und Lohnbüros eingesetzt; die DATEV-Preisliste weist zwar Softwarepreise aus, für den Betrieb entscheidend ist aber die Kanzleirechnung: Marktübersichten nennen je nach Leistungsumfang etwa 15 bis 35 EUR je Mitarbeiter und Monat, für Standardabrechnungen auch 10 bis 18 EUR, für Baulohn bis 40 EUR. Der Vorteil liegt in Haftung und Fristen-Sicherheit beim Profi — der Nachteil in den Prozesskosten, wenn Stunden und Zuschläge jeden Monat manuell zugeliefert werden.

Lexware lohn+gehalt: Selbstabrechnung für KMU

Lexware lohn+gehalt rechnet bis 50 Mitarbeiter (Basis/Plus) bzw. bis 250 (Pro/Premium) selbst ab — inklusive ELSTER- und SV-Meldungen. Die Basisversion kostet 28,90 EUR/Monat, Pro 68,90 EUR; alle Versionen sind 30 Tage testbar. Wer selbst abrechnet, braucht allerdings jemanden im Haus, der Lohnrecht laufend verfolgt.

Sage Lohnabrechnung: Cloud-Einstieg für Kleinstbetriebe

Die Sage Lohnabrechnung (Cloud) startet laut Preisliste bei 6,50 EUR/Monat für einen abgerechneten Mitarbeiter und staffelt sich nach Köpfen; jede zusätzliche Abrechnung oder Korrektur kostet ab 6,15 EUR. Für einfache Lohnstrukturen günstig — Korrekturen kosten aber jedes Mal extra, was bei fehleranfälliger Zeiterfassung ins Geld geht.

Personio Payroll: Lohn in der HR-Suite

Personio bietet Payroll als Baustein seiner HR-Plattform an; der Preis wird je Beschäftigtem und Monat individuell angeboten. Interessant vor allem, wenn Personio ohnehin als HR-System gesetzt ist — dann entfällt die Datenübergabe zwischen HR und Lohn.

LOHN24: Outsourcing zum Festpreis

LOHN24 übernimmt die komplette Abrechnung inklusive aller Meldungen an Finanzamt und Sozialversicherungsträger ab 13 EUR je Abrechnung (Baulohn 18 EUR) — laut Anbieter ohne Zusatzkosten bei Sonderfällen. Für KMU ohne Lohn-Know-how oft der wirtschaftlichste Weg; die Datenzulieferung (Stunden, Zuschläge, Abwesenheiten) bleibt trotzdem Ihre Aufgabe.

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Und CERTISCAN? Ehrlich: das Vorsystem, nicht die Abrechnung

CERTISCAN erstellt keine Lohnabrechnungen — keine SV-Meldungen, keine Lohnsteueranmeldung, keine Lohnzettel-Erzeugung. Was CERTISCAN leistet, ist der Schritt davor, an dem die meisten Fehler entstehen: Die Zeiterfassung liefert ArbZG-geprüfte Ist-Zeiten mit Zeitkategorien (Nacht, Sonn-/Feiertag), das Lohn-Modul berechnet steuerfreie Zuschläge nach § 3b EStG in Zonen (steuerfrei/SV-frei, steuerfrei/SV-pflichtig, steuerpflichtig) und versiegelt den Lauf GoBD-konform; der Monatsabschluss wird gesperrt und geht als DATEV-kompatibler Export ans Lohnbüro oder den Steuerberater. Wie die Zuschlagsberechnung im Detail funktioniert, zeigt der Beitrag Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit berechnen. Preis: Teil der Plattform-Flatrate, auf Anfrage.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Software-Wechsel, wie viel Geld in Ihren Zuschlägen steckt: Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge nach § 3b EStG sind bis zu festen Grenzen steuerfrei — falsch berechnet verschenken Sie entweder Netto für die Mitarbeiter oder riskieren Nachforderungen. Unser Zuschlags-Rechner rechnet alle Zuschlagsarten durch, der Lohnnebenkosten-Rechner zeigt die Arbeitgeber-Vollkosten.
Achtung: Lohnunterlagen unterliegen strengen Aufbewahrungspflichten: Lohnkonten sind bis zum Ablauf des sechsten Kalenderjahres nach der letzten Lohnzahlung aufzubewahren (§ 41 Abs. 1 EStG); Arbeitszeitnachweise nach § 17 Abs. 2 MiLoG mindestens zwei Jahre; Entgeltunterlagen zur Sozialversicherung bis zum Ablauf des auf die letzte Betriebsprüfung folgenden Kalenderjahres (§ 28f SGB IV). Wer den Anbieter oder Steuerberater wechselt, muss den Zugriff auf Altdaten vertraglich sichern — sonst steht die nächste Betriebsprüfung vor leeren Ordnern.

Fazit: So entscheiden Sie richtig

Ohne Lohn-Know-how im Haus ist Outsourcing (LOHN24, Steuerberater) meist die sicherste Wahl; mit Know-how rechnen Lexware oder Sage deutlich günstiger. Die Kostenwahrheit liegt aber im Prozess: Wenn Stunden, Zuschläge und Abwesenheiten jeden Monat manuell zusammengesucht werden, kostet der Lohnlauf mehr als jede Software. Deshalb zuerst das Vorsystem sauber aufsetzen — automatische Zeiterfassung, geprüfte Zuschläge, versiegelter Monatsabschluss, DATEV-Export — und dann den Abrechnungsweg wählen. Wie die Anbindung technisch läuft, erklärt der Beitrag zur DATEV-Schnittstelle in der Personalabrechnung.

Häufige Fragen (FAQ)

Lohnabrechnung selbst machen oder auslagern — was ist für ein KMU wirtschaftlicher?

Rechnen Sie beide Seiten: Selbstabrechnung kostet Software (z. B. 28,90–86,90 EUR/Monat bei Lexware) plus interne Arbeitszeit und Fortbildung; Outsourcing kostet je Abrechnung (z. B. ab 13 EUR bei LOHN24, marktüblich ca. 15–35 EUR beim Steuerberater), spart aber Know-how-Aufbau und Haftungsrisiko. Bei bis zu etwa 10 Mitarbeitern ohne Lohn-Fachkraft ist Auslagern meist günstiger, ab eigener Lohnbuchhaltung kippt die Rechnung.

Was ist ein Lohn-Vorsystem — und warum braucht die Lohnabrechnung eines?

Das Vorsystem sammelt alle abrechnungsrelevanten Bewegungsdaten des Monats: Ist-Stunden, Zeitkategorien (Nacht, Sonntag, Feiertag), Abwesenheiten, Zuschläge. Das Lohnprogramm rechnet nur so richtig, wie diese Daten stimmen. Ein digitales Vorsystem mit versiegeltem Monatsabschluss und DATEV-Export ersetzt das fehleranfällige Zusammentragen per Excel und reduziert Korrekturläufe — die bei manchen Anbietern (z. B. Sage) einzeln berechnet werden.

Wie kommen steuerfreie Zuschläge nach § 3b EStG korrekt in die Lohnabrechnung?

Über die Zeitkategorie: Das System muss je Minute wissen, ob sie in Nachtarbeit lag (20–6 Uhr für den 25-%-Zuschlag; 40 % zwischen 0 und 4 Uhr, wenn die Arbeit vor Mitternacht aufgenommen wurde), an Sonn- oder Feiertagen, und die Zuschläge auf den Grundlohn bis zur gesetzlichen Grenze steuerfrei stellen. Wichtig ist die Trennung in Zonen (steuerfrei/SV-frei, steuerfrei/SV-pflichtig, steuerpflichtig), damit das Lohnprogramm die Beträge den richtigen Lohnarten zuordnet.

Welche Angaben muss der Betrieb dem Lohnbüro jeden Monat liefern?

Mindestens: Ist-Stunden je Mitarbeiter, Mehrarbeit, zuschlagspflichtige Zeiten (Nacht/Sonntag/Feiertag), Abwesenheiten mit Art (Urlaub, Krankheit, unbezahlt), Ein- und Austritte sowie Änderungen bei Lohn oder Vertrag. Je strukturierter die Übergabe (idealerweise als DATEV-kompatibler Export statt PDF-Stundenzettel), desto weniger Rückfragen und Korrekturen fallen an.

Warum werden Lohnabrechnungen am häufigsten korrigiert?

Die typischen Auslöser liegen vor dem Lohnprogramm: nachgereichte Krankmeldungen, vergessene Stempelungen, falsch zugeordnete Zuschlagszeiten und verspätet gemeldete Austritte. Ein Vorsystem mit Pflicht-Monatsabschluss (erst prüfen und genehmigen, dann sperren, dann exportieren) fängt den Großteil ab, weil Fehler vor der Abrechnung sichtbar werden — nicht danach auf dem Lohnzettel.

Dieser Beitrag stellt allgemeine Informationen bereit und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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  3. 03Und CERTISCAN? Ehrlich: das Vorsystem, nicht die Abrechnung
  4. 04Fazit: So entscheiden Sie richtig
  5. 05Häufige Fragen (FAQ)
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