Kita-Reinigung: Hygieneplan & Anforderungen
Kindertagesstätten unterliegen strengen Hygieneanforderungen nach §36 IfSG. Ein Hygieneplan ist Pflicht, und die Reinigung muss dokumentiert werden. CERTISCAN macht die Kita-Hygiene revisionssicher.
Kindertagesstätten unterliegen strengen Hygieneanforderungen nach §36 IfSG. Ein Hygieneplan ist Pflicht, und die Reinigung muss dokumentiert werden. CERTISCAN macht die Kita-Hygiene revisionssicher.

Kindertagesstätten sind nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet, einen umfassenden Hygieneplan zu erstellen und konsequent umzusetzen. Die besondere Herausforderung: Kinder haben ein noch nicht vollständig entwickeltes Immunsystem und bringen Infektionskrankheiten schneller in Umlauf als Erwachsene. In einer durchschnittlichen Kita-Gruppe mit 25 Kindern erkranken jährlich 8-12 Kinder an meldepflichtigen Infektionskrankheiten. CERTISCAN dokumentiert die Kita-Reinigung lückenlos – vom täglichen Reinigungsnachweis bis zum Desinfektionsprotokoll – und schafft damit Transparenz für Träger, Eltern und Gesundheitsämter.
Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) bildet die zentrale Rechtsgrundlage für die Hygiene in Kindertagesstätten. §36 Abs. 1 IfSG verpflichtet Gemeinschaftseinrichtungen – darunter Kitas, Kindergärten, Horte und Kinderkrippen – zur Erstellung eines innerbetrieblichen Hygieneplans.
Der Hygieneplan muss folgende Bereiche abdecken:
Ja. Nach §36 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind Kindertagesstätten verpflichtet, einen Hygieneplan zu erstellen und einzuhalten. Der Hygieneplan muss die innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Infektionshygiene festlegen und wird vom Gesundheitsamt überprüft.
Gruppenräume und Flure müssen täglich gereinigt werden, Sanitärräume mindestens zweimal täglich. Küchen werden nach jeder Mahlzeit gereinigt. Schlafräume werden täglich gelüftet und 2-3x pro Woche gereinigt. Bei Ausbrüchen meldepflichtiger Erkrankungen erhöht sich die Frequenz.
Das Gesundheitsamt kontrolliert die Einhaltung regelmäßig. Bei Mängeln drohen Auflagen, Bußgelder oder im Extremfall die vorübergehende Schließung der Einrichtung.
Die Bundesländer haben jeweils eigene Rahmenhygienepläne für Kindertagesstätten herausgegeben, die als Vorlage für den einrichtungsspezifischen Plan dienen. Der bekannteste ist der Rahmenhygieneplan des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung NRW, der auch bundesweit als Orientierung genutzt wird.
Der Hygieneplan muss jährlich überprüft und bei Bedarf aktualisiert werden. Jede Aktualisierung muss datiert und vom Verantwortlichen unterschrieben werden.
Die folgenden Frequenzen orientieren sich am Rahmenhygieneplan und den RKI-Empfehlungen:
| Bereich | Reinigung | Desinfektion | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Gruppenräume | Täglich (Boden + Oberflächen) | Bei Bedarf (Kontamination) | Spielflächen feucht wischen, Stühle abwischen |
| Sanitärräume | 2x täglich (morgens + nachmittags) | Täglich (WC, Wickeltisch, Waschbecken) | VAH/RKI-gelistetes Mittel verwenden |
| Wickelbereich | Nach jeder Nutzung | Nach jeder Nutzung | Einmalunterlage + Flächendesinfektion |
| Küche | Nach jeder Mahlzeit | Täglich (Arbeitsflächen, Schneidebretter) | HACCP-Dokumentation, Temperaturkontrolle |
| Schlafräume | 2-3x/Woche | Bei Bedarf | Bettwäsche wöchentlich wechseln, täglich lüften |
| Flure/Treppen | Täglich | Bei Bedarf | Rutschsicherheit nach DIN 51130 prüfen |
| Außenbereich | Wöchentlich (Kehren, Aufräumen) | – | Sandkasten abdecken, Tierkot sofort entfernen |
| Turnraum | Täglich (Boden) | Geräte wöchentlich | Matten nach jeder Nutzung reinigen und trocknen |
| Personalraum | 3x/Woche | Bei Bedarf | Kühlschrank wöchentlich reinigen |
Spielzeug ist einer der häufigsten Übertragungswege für Infektionskrankheiten in der Kita. Kinder nehmen Spielzeug in den Mund, niesen darauf und teilen es mit anderen Kindern. Die Reinigung muss nach Art des Spielzeugs differenziert erfolgen:
In Gemeinschaftseinrichtungen dürfen nur Desinfektionsmittel verwendet werden, die vom Robert Koch-Institut (RKI) gelistet sind. Die RKI-Desinfektionsmittelliste unterscheidet verschiedene Wirkungsbereiche:
| Wirkungsbereich | Abkürzung | Wirksam gegen | Einsatz in Kita |
|---|---|---|---|
| Bereich A | bakterizid | Bakterien (inkl. Mykobakterien) | Standard-Flächendesinfektion |
| Bereich B | viruzid | Behüllte und unbehüllte Viren | Norovirus-Ausbruch, Rotavirus |
Wichtig: Die Einwirkzeiten müssen strikt eingehalten werden. Ein Desinfektionsmittel, das 5 Minuten einwirken muss, aber nach 2 Minuten abgewischt wird, ist wirkungslos. CERTISCAN dokumentiert den Reinigungsprozess mit Zeitstempeln und stellt so sicher, dass Einwirkzeiten nachweisbar eingehalten werden.
Beim Einsatz von Desinfektionsmitteln in Kitas gelten zusätzliche Regeln: Kinder dürfen nicht auf frisch desinfizierten Flächen spielen. Die Desinfektion sollte daher nach Betriebsschluss oder in den Randzeiten erfolgen. Rückstände müssen nach der Einwirkzeit abgewischt werden, um Hautkontakt der Kinder zu vermeiden.
Bei bestimmten Erkrankungen besteht in Kitas eine Meldepflicht an das Gesundheitsamt. Die Kita-Leitung muss unverzüglich melden:
Bei einer Meldung nach §34 muss der Hygieneplan sofort in den Ausbruchmodus wechseln: Erhöhte Reinigungs- und Desinfektionsfrequenz, betroffene Bereiche sperren und intensiv desinfizieren, betroffene Kinder ausschließen bis zur Gesundschreibung durch den Kinderarzt.
CERTISCAN macht die Kita-Hygiene transparent, nachvollziehbar und revisionssicher:
| Anforderung | Papier-Lösung | CERTISCAN |
|---|---|---|
| Reinigungsnachweis | Unterschriftenliste an der Wand | QR-Code-Scan mit Zeitstempel |
| Desinfektionsprotokoll | Handschriftlich im Ordner | Digitales Protokoll mit Einwirkzeit |
| Hygieneplan-Aktualisierung | Ordner im Büro der Leitung | Versioniertes Dokument im Dashboard |
Für jeden Raum der Kita wird ein QR-Code angebracht. Die Reinigungskraft scannt den Code, bestätigt die Reinigung und dokumentiert optional die Desinfektionsmaßnahmen. Der Träger und die Kita-Leitung sehen in Echtzeit, welche Räume gereinigt wurden – und welche noch ausstehen.
Abwaschbare Spielzeuge werden wöchentlich mit warmem Wasser und mildem Reinigungsmittel gereinigt. Stofftiere werden monatlich bei 60°C gewaschen. Bei Krankheitsausbrüchen erfolgt eine sofortige Desinfektion aller kontaminierten Spielzeuge mit einem Mittel aus der RKI-Desinfektionsmittelliste.
In Kitas dürfen nur Desinfektionsmittel verwendet werden, die in der RKI-Desinfektionsmittelliste (Bereich A: bakterizid, Bereich B: viruzid) aufgeführt sind. Chlorhaltige Mittel sind für Oberflächen geeignet, alkoholbasierte Mittel für Hände. Bei der Anwendung müssen die Einwirkzeiten strikt eingehalten werden.
Das zuständige Gesundheitsamt führt in der Regel alle 1-2 Jahre eine anlassunabhängige Hygienebegehung durch. Zusätzlich erfolgen anlassbezogene Kontrollen bei Meldungen nach §34 IfSG (z.B. bei Masern, Norovirus, Keuchhusten). Bei Mängeln drohen Auflagen bis hin zur Schließung.
| bakterizid + viruzid |
| Bakterien und Viren |
| Empfohlen für Kita-Sanitär |
| Begrenzt viruzid | – | Nur behüllte Viren (Influenza, Corona) | Grippewelle |
| Begrenzt viruzid PLUS | – | + Noroviren, Rotaviren, Adenoviren | Standard-Empfehlung für Kitas |
| Spielzeug-Reinigung | Erinnerungszettel an der Pinnwand | Automatische Erinnerung per E-Mail |
| §34-Meldung | Fax/Telefon an Gesundheitsamt | Dokumentation im WORM-Audit-Trail |
| Gesundheitsamt-Begehung | Ordner heraussuchen, hoffen | PDF-Export aller Nachweise in 30 Sekunden |
| Eltern-Transparenz | Aushang im Flur | Digitaler Hygiene-Report |