Der QR-Code ist ein zweidimensionaler Matrix-Code, genormt in ISO/IEC 18004. Er ist ein möglicher, aber kein rechtlich vorgeschriebener Datenträger für den Digitalen Produktpass.
Der QR-Code (Quick Response Code) ist in ISO/IEC 18004 genormt (aktuelle Fassung ISO/IEC 18004:2024). Er speichert Daten in einem quadratischen Modulraster und ist aus jeder Richtung lesbar.
Warum er für Produktpässe naheliegt
Jedes Smartphone liest ihn ohne Zusatzgerät oder App
Er trägt problemlos eine vollständige URL
Fehlerkorrektur bis rund 30 Prozent — er funktioniert auch beschädigt
Druck ist praktisch kostenlos
Grenzen
Er braucht Fläche — auf Kleinteilen wird es eng, dort ist Data Matrix oft besser
Er braucht Sichtkontakt — Pulk-Erfassung im Karton geht nicht, das kann RFID
Der Code selbst ist statisch; ändern lässt sich nur das Ziel der hinterlegten URL
Rechtliche Einordnung
Die ESPR nennt den QR-Code in keinem Artikel — er taucht im gesamten Verordnungstext nur zweimal auf, beide Male in den Erwägungsgründen und nur beispielhaft. Maßgeblich ist allein der delegierte Rechtsakt Ihrer Produktgruppe. Wird dort ein GS1-Datenträger verlangt, gelten zusätzlich die GS1-Vorgaben zur Kodierung.
Structural legal info – not legal advice. Amounts and deadlines may change.
Frequently asked
Was ist ein „dynamischer" QR-Code?
Ein Marketing-Begriff, kein technisches Merkmal des Codes. Der gedruckte Code selbst bleibt immer statisch. „Dynamisch" heißt lediglich, dass die hinterlegte URL auf einen Weiterleitungsdienst zeigt, dessen Ziel Sie nachträglich ändern können. Für Produktpässe ist das relevant, weil Daten über die gesamte Produktlebensdauer aktuell bleiben müssen — der Code auf dem Produkt aber nicht mehr änderbar ist.