Eine EPD ist eine geprüfte Typ-III-Umweltdeklaration nach ISO 14025, die die Ökobilanz-Ergebnisse eines Produkts standardisiert und vergleichbar ausweist.
Eine Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration) übersetzt eine Ökobilanz in ein standardisiertes, unabhängig verifiziertes Dokument. Grundlage ist ISO 14025, die Typ-III-Umweltdeklarationen regelt.
Für Bauprodukte gilt die europäische Kern-PCR EN 15804:2012+A2:2019. Sie legt die Module fest, die eine EPD abbilden muss — Herstellung (A1–A3), Errichtung (A4–A5), Nutzung (B1–B7), Entsorgung (C1–C4) sowie Modul D für Vorteile und Lasten außerhalb der Systemgrenze. Die Fassung +A2 erweiterte die verpflichtenden Wirkungsindikatoren und machte die Module C und D zur Pflichtangabe.
Beide sind nicht dasselbe. Eine EPD ist ein freiwilliges, verifiziertes Dokument zur Umweltleistung. Der Produktpass ist ein rechtlich vorgegebener Datensatz mit weit breiterem Inhalt. Wo ein delegierter Rechtsakt Umweltkennzahlen verlangt, kann eine vorhandene EPD eine belastbare und bereits verifizierte Datenquelle sein — sie ersetzt den Produktpass aber nicht.
Für Bauprodukte hängt der Produktpass an einem eigenen Rechtsakt — Stand und Pass-Ebene stehen bei den DPP-Fristen je Produktgruppe.
Legal source: ISO 14025; EN 15804:2012+A2:2019 · As of: 2026
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