Datenqualität beschreibt die Eignung von Daten für ihren Zweck; Data Governance regelt Zuständigkeiten, Regeln und Prozesse dafür. Beim Produktpass werden aus internen Datenmängeln nach außen sichtbare Rechtsrisiken.
Datenqualität ist keine absolute Größe, sondern immer zweckbezogen. Dieselbe Materialangabe kann für den Vertrieb ausreichen und für eine behördliche Prüfung unbrauchbar sein.
Die Reihe ISO 8000 behandelt Datenqualität mit Schwerpunkt auf Stammdaten; ISO 8000-150 beschreibt Datenqualitätsmanagement mit Rollen und Verantwortlichkeiten. ISO/IEC 25012 definiert ein allgemeines Datenqualitätsmodell mit fünfzehn Merkmalen.
Governance beantwortet die Fragen, die Technik nicht beantworten kann: Wer ist Eigentümer eines Datenfelds? Wer darf es ändern? Welches System ist führend? Wie werden Fehler gemeldet und behoben? Ohne diese Klärung scheitern Produktpass-Projekte regelmäßig — nicht an der Schnittstelle, sondern an ungeklärter Zuständigkeit.
Bisher waren Datenfehler ein internes Ärgernis. Mit dem Produktpass werden Produktangaben öffentlich zugänglich und behördlich prüfbar. Eine falsche Angabe ist dann potenziell eine unrichtige Produktinformation gegenüber Marktüberwachung, Zoll und Kunden — mit entsprechenden Folgen.
Wogegen diese Daten am Ende gemessen werden, zeigt der Überblick zum Digitalen Produktpass.
Legal source: ISO 8000-150; ISO/IEC 25012 · As of: 2026
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