Stammdaten beschreiben dauerhafte Eigenschaften von Objekten, Bewegungsdaten dokumentieren einzelne Vorgänge. Die Unterscheidung entscheidet darüber, wie ein Produktpass technisch aufgebaut sein muss.
Die Trennung wirkt akademisch, hat beim Digitalen Produktpass aber unmittelbare Architekturfolgen.
Beschreiben, WAS etwas ist. Sie ändern sich selten, gelten für viele Vorgänge und existieren unabhängig von einer Transaktion: Artikelbezeichnung, Materialzusammensetzung, Abmessungen, Lieferantenadresse, GTIN.
Beschreiben, WAS PASSIERT IST. Sie entstehen ereignisbezogen, sind zeitgebunden und nachträglich nicht mehr sinnvoll änderbar: Wareneingang am 3. Mai, Charge 4711 gefertigt, Lieferung an Kunde X, Reparatur durchgeführt.
| Frage |
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| Stammdaten |
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| Bewegungsdaten |
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| Passebene | Modell genügt | Charge oder Artikel nötig |
| Datenmenge | überschaubar | wächst mit jedem Vorgang |
| Änderbarkeit | versioniert pflegbar | historisiert, nicht überschreibbar |
| Typische Quelle | PIM, PLM, MDM | ERP, EPCIS, LIMS |
Die Entscheidung nach Artikel 9 Abs. 2 Buchstabe d ESPR — Modell-, Chargen- oder Artikelebene — ist damit im Kern die Frage, wie viele Bewegungsdaten der Pass tragen muss.
Welche Ebene der Pass abbilden muss — und ab wann Bewegungsdaten unvermeidlich werden — ordnet der Überblick zum Digitalen Produktpass ein.
Rechtsquelle: VO (EU) 2024/1781 Art. 9 Abs. 2 Buchst. d · Stand: 2026
Strukturelle Rechtsinfo – keine Rechtsberatung. Beträge und Fristen können sich ändern.