DGUV-V3-Prüffristen überfällig? So behältst du jedes Gerät im Blick
Staubsauger, Einscheibenmaschine, Verlängerungskabel — jedes elektrische Betriebsmittel muss nach DGUV Vorschrift 3 wiederkehrend geprüft werden. Wer die Fristen in einer Excel führt, übersieht sie irgendwann. Mit QR-Tag je Gerät, gestaffelter Vorwarnung (30/14/7 Tage) und automatischer Sperre defekter Geräte behältst du die Prüf-Compliance ohne Nachdenken im Griff.
CSChristoph Schulz4 Min. LesezeitAktualisiert: 18. Juli 2026
Jedes elektrische Betriebsmittel — vom Staubsauger bis zum Verlängerungskabel — muss nach DGUV Vorschrift 3 wiederkehrend geprüft werden. Die Fristen sind Richtwerte, die sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben, und genau deshalb rutschen sie in einer Excel-Liste durch: zu viele Geräte, zu viele Termine. Wenn jedes Gerät einen QR-Tag mit eigener Historie hat und das System dich gestaffelt vorwarnt, wird die Prüf-Compliance vom Dauerstress zur Routine.
Stand: Juli 2026 · Aktualisiert am 18.07.2026
30/14/7 Tage
gestaffelte Erinnerung vor jeder fälligen Prüfung (Reminder-Job)
ab ca. 3 €
typische externe Prüfkosten je Gerät bei großen Mengen (bis 10–25 € bei kleinen)
automatisch
Sperre eines Geräts bei durchgefallener Prüfung (Lockout)
01Das Problem
In der Gebäudereinigung sammeln sich elektrische Betriebsmittel schneller an, als man denkt: Sauger, Einscheibenmaschinen, Ladegeräte, Verlängerungskabel, Trockner, kleine Werkzeuge — verteilt über Fahrzeuge, Lager und Objekte. Jedes davon unterliegt der wiederkehrenden Prüfung nach DGUV Vorschrift 3. Und weil die Prüffristen
Keine Rechtsberatung – Angaben ohne Gewähr. Beträge, Fristen und Schwellen können sich ändern; im Zweifel Fachperson hinzuziehen.
Häufige Fragen
In welchen Abständen muss ich elektrische Geräte prüfen lassen?
Es gibt keine gesetzlich fixe Frist für alle Geräte. DGUV Vorschrift 3 und BetrSichV geben Richtwerte vor, die konkrete Frist leitest du aus der Gefährdungsbeurteilung und der Fehlerquote ab — ortsveränderliche Betriebsmittel werden häufig in Abständen von etwa sechs bis vierundzwanzig Monaten geprüft. Genau deshalb ist eine automatische Fristenverwaltung so hilfreich.
Wer darf die DGUV-V3-Prüfung durchführen?
Eine Elektrofachkraft oder eine elektrotechnisch unterwiesene Person unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft. Das kann eine interne, entsprechend qualifizierte Person sein oder ein externer Dienstleister — wichtig ist die Qualifikation, nicht der Betriebsstatus.
Was kostet eine DGUV-V3-Prüfung je Gerät?
Das hängt stark von der Menge ab. Bei großen Stückzahlen sind Preise ab etwa 3 € je Gerät üblich, bei kleinen Mengen liegen sie eher bei 10 bis 25 € je Gerät. Das sind externe Prüfkosten der ausführenden Fachkraft — die Software organisiert die Fristen und Nachweise, nicht die physische Prüfung.
Wie erinnert mich das System an fällige Prüfungen?
Über einen täglichen Job, der 30, 14 und 7 Tage vor der Fälligkeit warnt und Geräte als „bald fällig" oder „überfällig" markiert. So arbeitest du die Prüfungen vorausschauend ab, statt am Ende festzustellen, dass ein ganzer Schwung Geräte gleichzeitig überzogen ist.
Was passiert mit einem Gerät, das durch die Prüfung fällt?
Ein durch die Prüfung gefallenes Gerät wird gesperrt (Lockout). Es lässt sich erst nach einer bestandenen Wiederholungsprüfung und nur durch eine berechtigte Leitungsrolle (mit Audit-Nachweis) wieder freigeben. Damit ist ausgeschlossen, dass ein durchgefallenes Gerät versehentlich weiter im Objekt eingesetzt wird — der Status ist eindeutig und nachvollziehbar.
Sind die Prüffristen gesetzlich starr vorgegeben?
Nein. Die Vorschriften nennen Richtwerte; die verbindliche Frist ergibt sich aus deiner Gefährdungsbeurteilung. Ein Gerät mit hoher Beanspruchung oder hoher Fehlerquote wird kürzer getaktet als eines, das selten und schonend genutzt wird — das System bildet diese individuellen Intervalle ab.
*Dieser Beitrag stellt allgemeine Informationen bereit und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.*
sind, die aus der Gefährdungsbeurteilung und der Fehlerquote abgeleitet werden, gibt es kein einheitliches „einmal im Jahr, fertig", an dem man sich festhalten könnte.
Die typische Folge: Man führt eine Excel mit Prüfdaten, die niemand konsequent pflegt. Geräte werden angeschafft und nicht eingetragen, Geräte gehen kaputt und tauchen trotzdem in der Liste auf, und die Fälligkeiten bemerkt man erst, wenn sie längst überschritten sind. Bei einer Prüfung oder — schlimmer — nach einem Schaden ist das genau die Lücke, die auffällt: ein Gerät im Einsatz, dessen letzte Prüfung Jahre zurückliegt.
Achtung: Ein überfällig geprüftes Gerät ist nicht nur ein Formfehler. Verursacht ein ungeprüftes Betriebsmittel einen Brand oder Unfall, steht die Frage im Raum, ob du deine Prüfpflicht verletzt hast — mit Folgen für Versicherungsschutz und Haftung.
02Was es kostet, wenn du nichts tust
Die Prüfpflicht wird selten direkt „mit Bußgeld" durchgesetzt — die teuren Hebel liegen woanders:
Der eigentliche Schaden entsteht im Ernstfall. Brennt es und ein ungeprüftes Ladegerät war die Ursache, kann die Gebäude- oder Betriebshaftpflichtversicherung ihre Leistung kürzen, weil eine vertraglich vorausgesetzte Prüfung fehlt. Dazu kommt der mögliche Regress der Berufsgenossenschaft. Gegen diese Größenordnungen sind die Kosten einer regelmäßigen Prüfung — je nach Menge ab wenigen Euro pro Gerät — vernachlässigbar.
<!-- Quellen: DGUV Vorschrift 3 §5 (Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel); BetrSichV §14 (Prüfung von Arbeitsmitteln, Fristen aus der Gefährdungsbeurteilung), TRBS 1201; Prüffristen sind Richtwerte, keine gesetzlich fixen Intervalle; §110 SGB VII (Regress der Unfallversicherung); externe Prüfkosten branchenüblich ab ca. 3 € je Gerät bei großen Mengen bis ca. 10–25 € je Gerät bei kleinen Mengen · Stand: 2026-07-18 -->
03Die Lösung
Das CERTISCAN-Modul Prüf- & Betriebsmittelmanagement verwaltet jedes Gerät samt Prüffristen — und erinnert dich, bevor etwas überfällig wird.
QR-Tag je Gerät mit Historie. Jedes Betriebsmittel bekommt einen QR-Tag; ein Scan führt zum Gerät mit Status, Standort und Prüf-Historie. Keine Suche mehr in Listen.
Prüffristen nach Rechtsvorschrift. Intervalle je Gerät und Norm hinterlegt — passend dazu, dass die Fristen Richtwerte aus der Gefährdungsbeurteilung sind.
Gestaffelte Vorwarnung. Ein täglicher Job meldet fällige und bald fällige Prüfungen 30, 14 und 7 Tage im Voraus (Status „überfällig"/„bald fällig") — du siehst die Welle, bevor sie über dir zusammenschlägt.
Prüfplakette mit QR. Drucklabel mit Prüfer, Norm-Label und letzter/nächster Prüfung — der sichtbare Nachweis direkt am Gerät.
Sperre sicherheitskritischer Geräte (Lockout). Fällt ein Gerät durch die Prüfung oder wird eine Sperre beantragt und freigegeben, wird es gesperrt und lässt sich erst nach einer bestandenen Wiederholungsprüfung durch eine berechtigte Leitungsrolle (mit lückenlosem Audit) wieder freigeben — ein defektes Gerät bleibt nicht versehentlich im Einsatz.
Tipp: Tagge jedes Gerät sofort bei der Anschaffung. Der QR-Tag am neuen Sauger kostet zwei Minuten — die vergessene Erstprüfung Monate später kostet deutlich mehr.
04So gehst du vor
Geräte erfassen: Jedes elektrische Betriebsmittel anlegen und mit QR-Tag versehen.
Fristen setzen: Prüfintervall je Gerät aus der Gefährdungsbeurteilung ableiten und hinterlegen.
Vorwarnung nutzen: Die 30/14/7-Tage-Erinnerungen abarbeiten, statt auf Überfälligkeit zu warten.
Prüfen & plakettieren: Nach der Prüfung Plakette drucken, Historie ist automatisch aktuell.
Defekte sperren: Kritische Mängel sofort melden — das Gerät wird gesperrt, bis es repariert ist.